Schubladendenken!

contraMASS_Schublade

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http://www.contramass.com

Als ob es auf dem Markt nicht schon schwer genug ist, zu überleben, gibt es unter kreativen Berufsgruppen Schubladendenken: Ist ein Designer etwas Besseres als ein Drechsler? Ist ein Drechsler etwas Besseres als ein Designer? Wer gibt uns das Recht, dies zu beurteilen?
Alleine der Begriff „Kunsthandwerk“ ist dermaßen negativ behaftet! Warum nur? Haben Menschen, die dieser Berufssparte angehören, keine qualifizierte Ausbildung? Fehlt ihnen das nötige Fachwissen? Daran kann es nicht liegen, überzeugen doch die Meisten mit einem unglaublichen Fachwissen sowie außerordentlichem handwerklichen Geschick! Dennoch bekommen dieser Begriff und sein gesamtes Umfeld einen negativen Stempel aufgedrückt.
„Design“ hingegen haftet immer etwas Besonderes an. Und in den Köpfen der meisten Menschen wird eine klare Grenze gezogen – diese Trennung hat sich leider großteils gesellschaftlich etabliert. Die „Design“ – Schublade auf Augenhöhe und „Kunsthandwerk“ irgendwo unten bei den Füßen.
Doch wo fängt das Eine an, wo hört das Andere auf? Kann man eine Schublade höher als die Andere ansiedeln? Ist es nicht so, dass beides gemeinsam in eine Schublade gehört – wenn man schon bei den Schubladen bleiben möchte. Design kommt keinesfalls ohne Handwerk aus, und (Kunst)Handwerk wäre ohne Design eine brotlose Kunst…

Es ist jedenfalls höchste Zeit, dass jeder einmal seine Schubladen aufräumt!

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Über contramass

Dieses innovative Unternehmen bietet für jeden, der Wert auf Originalität und Außergewöhnliches legt, die Möglichkeit, Unikate und wundervolle Geschenke zu erschwinglichen Preisen zu erwerben. contraMASS soll eine Plattform sein, auf der Handarbeit die Wertschätzung erhält, die sie verdient und zugleich selbsterzeugte Unikate und Designerstücke für jeden zugänglich und leistbar sind. Die Vielseitigkeit und Kreativität der vielen bewundernswerten Handwerksbetriebe braucht Zeit – zu viel Zeit um am Markt gegen Mainstream und Fließbandwaren bestehen zu können. Auf contraMASS kann man jedoch innerhalb kürzester Zeit ein großartiges Geschenk erhaschen und gleichzeitig erfolgreich gegen diesen Strom kämpfen.
Dieser Beitrag wurde unter Art, Berufsgruppe, contramass, Design, Einzigartiges, Handwerk, Individualität, Kunst, Kunsthandwerk, Markt abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Schubladendenken!

  1. auerochse schreibt:

    Ich sehe einen weiteren Hintergrund für die Diskussion um Bezeichnungen, Wertschätzung und Einstufungen.
    Es gibt einen gesetzlichen Rahmen: Die Handwerksordnung soll das deutsche Handwerk „ordnen“. Es gibt aber weder dort noch an anderer Stelle eine eindeutig gültige Definition des Begriffes „Handwerk“. Genaugenommen wird sogar ein „dynamischer Handwerksbegriff“ zur Grundlage vieler Entscheidungen genommen, was eigentlich der Regelung der Handwerksordnung unterliegt. Doch das führt hier zu weit.

    In jedem Falle regulieren Handwerkskammern und andere Stellen das handwerkliche Tun in Deutschland sehr stark. Menschen, die sich nun mit ihrer Hände Arbeit „am Markt“ positionieren wollen, aber keinen Meistertitel führen, wählen manchmal Bezeichnungen wie „Designer“ oder „Kunsthandwerker“, um mit ihren Erzeugnissen Geld verdienen zu können. So versucht jemand sein von ihm entworfenes – pfiffiges – Regalsystem als „Designer“ zu verkaufen, weil er den „Tischlermeistertitel“ nicht führt. Manchmal sind Designer und Kunsthandwerker also einfach Getriebene, die sich selbst oft einfach als Handwerker begreifen.

    Insofern – so MEIN Fazit – ist es an der Zeit, dass Politik die Schubladen mit den Zwängen (Meisterzwang, Rollenzwang, Kammerzwang,…) aufräumt! 😉

    Die Traudl

  2. auerochse schreibt:

    Ich sehe einen weiteren Hintergrund für die Diskussion um Bezeichnungen, Wertschätzung und Einstufungen.
    Es gibt einen gesetzlichen Rahmen: Die Handwerksordnung soll das deutsche Handwerk „ordnen“. Es gibt aber weder dort noch an anderer Stelle eine eindeutig gültige Definition des Begriffes „Handwerk“. Genaugenommen wird sogar ein „dynamischer Handwerksbegriff“ zur Grundlage vieler Entscheidungen genommen, was eigentlich der Regelung der Handwerksordnung unterliegt. Doch das führt hier zu weit.

    In jedem Falle regulieren Handwerkskammern und andere Stellen das handwerkliche Tun in Deutschland sehr stark. Menschen, die sich nun mit ihrer Hände Arbeit „am Markt“ positionieren wollen, aber keinen Meistertitel führen, wählen manchmal Bezeichnungen wie „Designer“ oder „Kunsthandwerker“, um mit ihren Erzeugnissen Geld verdienen zu können. So versucht jemand sein von ihm entworfenes – pfiffiges – Regalsystem als „Designer“ zu verkaufen, weil er den „Tischlermeistertitel“ nicht führt. Manchmal sind Designer und Kunsthandwerker also einfach Getriebene, die sich selbst oft einfach als Handwerker begreifen.

    Insofern – so MEIN Fazit – ist es an der Zeit, dass Politik die Schubladen mit den Zwängen (Meisterzwang, Rollenzwang, Kammerzwang,…) aufräumt!

    Die Traudl

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